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Die Gründe, warum ich die deutsch-französische Studienvariante gewählt habe, lagen zum einen an der Möglichkeit, eine andere Kultur näher kennenzulernen als auch eine fremde Sprache über das Schulniveau hinaus zu erlernen und zum anderen an der Aufwertung meines Studienabschlusses.

Das französische Studium ist - im Gegensatz zum deutschen Studium - an sich gewöhnungsbedürftig, da es bei vielen Thematiken mehr in die Tiefe geht und somit sehr theoretisch ist. Auch die Prüfungszeit stellt eine Herausforderung dar. Innerhalb weniger Tage werden sämtliche Semesterprüfungen absolviert, wobei es keine Seltenheit ist, mehrere Prüfungen an einem Tag zu haben. Das generelle Studienprinzip ist recht gut gelöst, da es aus einer Kombination von Vorlesungen, theoretischen wie auch praktischen Übungen besteht.

Sehr interessant war mein "Projet Fin d'Étude". Während dieser Zeit war ich ausschließlich mit Franzosen konfrontiert und wohnte zudem in einer Wohngemeinschaft mit einem französischen Kommilitonen. Das hat wesentlich zu einer weiteren Verbesserung meines französischen Sprachniveaus beigetragen.

Die Abschlussarbeit bezog sich auf den Strahlenschutz und stellte eine Kombination aus Informatik und einer Methodik aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz - dem fallbasierten Schließen - dar. Durch dieses sehr interdisziplinäre Aufgabengebiet an einem französischen Forschungsinstitut hatte ich die Möglichkeit, mit sehr vielen unterschiedlichen Personen in Kontakt zu kommen, was den französischen Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich gestaltet hat.